Eigentlich wollten wir uns nur einen Namen geben um nicht als Namenlose in der Masse unter zu gehen. Also gründeten wir auf einer Lan-Party einen Clan. Innerhalb weniger Stunden erstellte ich Homepage und organisierte Server für uns. Unsere ersten Matches zockten wir in CS 1.6 (Counterstrike) und Battlefield 2. Im Laufe der nächsten Wochen versuchten wir einige andere kompetitive Spiele (Call of Duty, Left4Dead, CS:GO, Fifa usw.).

Nach dem wir in der ESL eher mäßigen Erfolg hatten, rekrutierte ich ein paar neue Mitglieder welche unseren Namen bekannt machen sollten. So spielten im Sommer 2009 zwei EAS-Teams (höchste Amateurklasse) für uns. Die Gründungsmitglieder blieben im Fun-Bereich aktiv.

Erwartungsgemäß konnten wir mit den ganz großen Clans der Zeit (alternate, TBH oder mousesports) nicht mithalten. Trotzdem lieferten sich unsere Jungs und Mädels einige Schlachten auf höchstem Niveau. Auch die Gründungsmitglieder waren erfolgreich. Man konnte einmal die Greenliga gewinnen oder auch das ein oder andere kleinere ESL-Turnier.

Als es 2011 anfing, dass die ersten Teams Geld verlangten fuhr ich mein Engagement zurück. Natürlich hatten wir einen finanziell soliden Background, aber Zocker dafür zu bezahlen Ihrem Hobby nachzugehen nur um im Amateurbereich erfolgreich zu sein, war für mich damals einfach zuviel. Unsere professionellen Strukturen kosteten mich neben meinem Vollzeitjob ebenfalls noch einmal 30-40 Stunden in der Woche. 

Mit der Wintersaison 2011 verabschiedeten wir alle Hauptteams und gaben Sie zum Wechsel frei. Somit standen nur noch echte „Fungamer“ und Casualplayer in unserem Lineup.

Bis auf ein paar Turniere, die eine oder andere LanParty und ein paar Gathers wurde es ruhig um SkS. Mit dem Verlassen der Gründungsmitglieder endete eine Ära voller Spaß und echtem Erfolg.

Im Endeffekt war ich in den Jahren der Chef über zeitweise 60 aktiven Mitgliedern. 
Mitgliederrekrutierung, Sponsorenrekrutierung, Eventorganisation und der kaufmännische Part waren meine Aufgaben. Wieviel Arbeit und Zeit ich wirklich investiert habe, kann ich nicht sagen. Ich weiß nur, dass ich meinen kleinen Verein im Griff hatte und alle Gründungsmitglieder noch immer mit Stolz Ihre SkS-Ehrenbänder tragen.


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